Malawi ist ein kleines Kaffeeland im Südosten Afrikas, das international noch wenig bekannt ist. Der Kaffeeanbau konzentriert sich vor allem auf die Hochlandregionen im Norden rund um die Städte Mzuzu und Rumphi. In diesen Regionen wird Arabica-Kaffee in Höhenlagen von etwa 1’300 bis 1’800 Metern angebaut. Das kühle Klima, die fruchtbaren Böden und die grossen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen dafür, dass die Kaffeekirschen langsam reifen und dabei ein ausgewogenes Aroma entwickeln.
Der Kaffeeanbau wird hauptsächlich von Kleinbauern betrieben, die sich in Kooperativen zusammenschliessen. Ein Beispiel ist die Phoka Coffee Kooperative in Rumphi, in der rund 200 Kleinbauernfamilien ihren Kaffee gemeinsam anbauen. Besonders häufig wird die Sorte Catimor angebaut. Sie ist robust und eignet sich gut für die Bedingungen vor Ort. Nach der Ernte wird der Kaffee in der Regel gewaschen aufbereitet, wodurch eine saubere, klare Tasse mit feiner Säure und ausgeprägter Süsse entsteht.
Malawischer Kaffee überzeugt geschmacklich mit hellen Beeren-, Zitrusfrucht- und Honignoten sowie feinen Milchschokoladenaromen. Er ist elegant, ausgewogen und nicht übermässig säurebetont. Aufgrund der geringen Produktionsmengen bleibt Kaffee aus Malawi eine echte Rarität und wird insbesondere in der Spezialitätenkaffee-Szene immer beliebter.