Die Entwicklung der Kaffeeverpackung

Der veredelte Röstkaffee wurde früher mehrheitlich in Dosen verpackt. Dank dieser Verpackungsart konnte der Kaffee gut an Privatkunden verkauft werden. Zudem schützt die Kaffeedose den Inhalt vor Umwelteinflüssen wie beispielsweise Feuchtigkeit. So konnte die Frische und die Aromen des Röstkaffees länger bewahrt werden.

Immer mehr versuchte man die Aromen des Kaffees so lange wie möglich zu bewahren und einen Alterungsprozess bestmöglich zu verhindern. Dadurch rückte im Laufe der Jahre die Kaffeeverpackung immer mehr ins Zentrum der Forschung. Ferner wurden die Ansprüche an die Verpackung immer grösser.

Einer der grössten Innovationen in der Verpackungstechnologie hält bis heute an: Der Schlauchbeutel. Dieser revolutionierte allgemein den globalen Verpackungsmarkt. Mit ihm wird eine luftdichte und lichtgeschützte Aufbewahrung des Kaffees möglich. Der Schlauchbeutel besteht aus einem Verbund von verschiedenen Materialien. Insofern besitzt jede Schicht eine andere Aufgabe. Die äusserste Schicht des Schlauchbeutels sollte sich gut bedrucken lassen. Die mittlere Schicht dient der Bewahrung der Aromen und schützt vor schädlichen UV-Strahlen. Die innerste Folienschicht hält den Beutel zusammen sowie den Sauerstoff fern. Die ausgeschlossenen UV-Strahlen und Sauerstoffteilchen verhindern ein schnelles Altern des Kaffees. Durch diesen Verbund können die Aromen des Kaffees nun länger als 12 Monate bewahrt werden. Zusätzlich zu den verschiedenen Schichten besitzt der moderne Schlauchbeutel ein Ventil. Das Ventil ist halbdurchlässig. So kann keine Luft (Sauerstoff) in den Beutel gelangen. Austreten hingegen kann Kohlenstoffdioxid, der sich nach dem Rösten bildet.

Warum benötigt man das Ventil und warum ist Kohlenstoffdioxid im Beutel?

Der frisch geröstete Kaffee stösst durch eine chemische Reaktion CO2 nach dem Rösten aus. Dieser Prozess wird Nachgasen genannt. Der Gasausstoss nimmt im Verlaufe der Zeit ab. Wenn man frischen Kaffee verpacken möchte, benötigt man zwingend ein Aroma-Ventil am Kaffeebeutel. Das halbdurchlässige Ventil verhindert ein Platzen des Beutels. Ebenfalls kann der Kaffee optimal vor Sauerstoff geschützt werden.

Was kam nach dem Schlauchbeutel?

Die anschliessende Novation im Bereich der Kaffeeverpackung entstand durch einen gesellschaftlichen Bedürfniswandel. Beruhend auf dem Megatrend der Individualisierung möchten die Konsumierenden einen möglichst individuellen Kaffeegenuss. Richtig auf dieses Bedürfnis reagiert, kamen die einzelportionierten Kaffees. So entstanden diverse Pads und Kapseln mit den dazugehörigen Kaffeemaschinen. Durch den neuen Trend stieg die Beliebtheit der Einzelportionen stetig an. In der Schweiz hat circa jeder zweite Haushalt eine Kapselmaschine zu Hause.

Für alle Einzelportionen muss der Kaffee gemahlen und anschliessend in die gewünschte Art/Form verpackt werden. Nun sind die Pads/Kapseln aber noch nicht optimal vor einem Alterungsprozess geschützt, darum müssen diese aromageschützt verpackt werden. Dies wird heutzutage meistens in Form von Einzelverpackungen oder wiederverschliessbare Beuteln gemacht. Ebenfalls steigt das Umweltbewusstsein der Kaffeetrinkenden immer mehr an und die Forschung liefert immer neuere und bessere Verpackungsmaterialien. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung in der Umweltbilanz. Immer mehr Einzelportionen und Verpackungen werden aus nachhaltigen Rohstoffen gefertigt. Als kleiner Beweis für diesen Trend dürfen wir Ihnen unsere kompostierbaren Kapseln vorstellen.

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