Vom Klumpen zum Espresso

Kaffee diente lange Zeit als Medizin. Mit seiner belebenden Wirkung konnten Kriege gewonnen, Gedichte geschrieben sowie Berge erklommen werden. Um den Kaffee im 13. Jahrhundert und vorher alltagstauglich zu machen, mussten sich die Leute etwas einfallen lassen. In einer Zeit ohne Strom, ohne sichere Wasserversorgung, war die Zubereitung von Kaffee vorgegeben. Wie viele Snacks und Zwischenverpflegungen auf Wanderungen bestanden diese meist auf einer Basis: Fett. So zerstiess man die Kaffeebohnen und formte diese zusammen mit dem Fett zu einem Ballen. Dieser Klumpen diente als idealer Energiespender und Proviant auf langen Reisen. Als sich der Lebensstandard entwickelte, wandelte sich auch die Kaffeezubereitung.

Konkret entwickelte sich der Kaffeegenuss vom Osmanischen Reich aus (mehr über die Ausbreitung erfahren). Der Cahwe ist ein schwarzer Trunk, welcher aus gerösteten Kaffeebohnen aufgegossen wurde. In den Cahwe wurden meist Zucker, Zimt und ein wenig Nelke beigefügt. Die ganzen Anfänge des Kaffeekonsums, wie wir in heute noch kennen gehen auf den türkischen Kaffee zurück. Die Herstellungsweise ist simpel. Kaffeepulver so fein wie Mehl, wird mit Wasser circa 3x erhitzt. Anschliessend wird der kochende Kaffee in die Tässchen eingefüllt.

Konkret entwickelte sich der Kaffeegenuss vom Osmanischen Reich aus. Der Cahwe ist ein schwarzer Trunk, welcher aus gerösteten Kaffeebohnen aufgegossen wurde. In den Cahwe wurden meist Zucker, Zimt und ein wenig Nelke beigefügt. Die ganzen Anfänge des Kaffeekonsums, wie wir in heute noch kennen gehen auf den türkischen Kaffee zurück. Die Herstellungsweise ist simpel. Kaffeepulver so fein wie Mehl, wird mit Wasser circa 3x erhitzt. Anschliessend wird der kochende Kaffee in die Tässchen eingefüllt.

Ab nun ging es Schlag auf Schlag. Die Karlsbader Kanne fand während des Ersten Weltkrieges ihren glorreichen Platz in der Kaffeegeschichte. Simultan entstanden in Italien die erste Kaffeemaschine, welche mit Druck arbeitete. Vorreiter waren die Italiener Desiderio Pavoni und Luiggi Bezzera. Kurz vor den Goldigen Zwanziger entwickelte Pavoni mit der Hilfe seines Freundes Luiggi seine erste Espressomaschine. In den nächsten Jahrzehnten folgte eine Zeit des Experimentierens und der Innovation.

Viele bedeutende Kaffeemaschinenhersteller fanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihren Ursprung. Im Jahr 1920 entstanden die Firmen La Marzocco und Rancilio. Neun Jahre später 1929 liess der Italiener Attilio Calimani die French Press Kanne patentieren. Wobei man munkelt, dass diese Pressstempelkanne bereits vor der Jahrhundertwende in Frankreich im Umlauf war. Im Jahr 1933 erfand Alfonso Bialetti die Stilikone der Kaffeezubereitung. Seine uritalienische Bialetti Kanne strahlt noch heute eine Aura von Geborgenheit und Kaffeegenuss wie von Alfonso höchst persönlich. Später dann folgte «die» Siebträgermaschine. 1961 kam die Faema E61 auf den Markt. Sie konnte einen Druck von 9 bar über den ganzen Brühprozess hinaus beibehalten. State of the art – noch heute orientieren sich innovative Maschinenhersteller an der Faema E61.

In den 80er bis 90er Jahren folgte der Aufschwung der Vollautomaten. Die Praktikabilität und Alltagstauglichkeit spielten eine grosse Rolle. So erleichterte der Vollautomat den Kaffeekonsum, indem er per Knopfdruck einen fix fertigen Kaffee liefert. Vorreiter hierbei waren die Firmen Solis und Saeco.

Heute sind wir von der einstigen Kaffeekultur, welche ein Lebensstil verkörperte, weggekommen. Wir möchten auf den Knopf drücken und erwarten einen perfekten Kaffee.

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