Die Ursprünge des Kaffeeröstens gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Anfangs wurde der Kaffee über einer Hitzequelle in einer Pfanne geröstet. Durch ständiges Rühren konnte man ein einigermassen gleichmässiges Resultat erzielen.
Durch den steigenden Kaffeekonsum wurden die Handröstpfannen Mitte des 19. Jahrhunderts durch Röstkugeln ersetzt. So konnte eine grössere Menge geröstet werden. Die Röstkugeln wurden zu Beginn von Hand angetrieben werden. Mit der industriellen Revolution und wechselte der Antrieb schnell zur Dampfmaschine. Die ersten Trommelröstmaschinen wurden Ende des 19. Jahrhunderts konzipiert. Trommelröstmaschinen besitzen eine Kammer, wo der Kaffee geröstet wird und ein Kühlsieb, um den Kaffee nach dem Rösten an der frischen Luft zu kühlen. Im Laufe der Entwicklung wechselte die Brennquelle von Holz auf Gas. Dank der nun konstanten Hitzezufuhr ist ein replizierbares Resultat des Röstkaffees möglich.
Mit der Technologisierung der Industrie entwickelte sich auch die Röstmaschine. In modernen Röstanlagen wird die Hitzezufuhr per Computer gesteuert, Farbe und Feuchtigkeit anhand von Messgeräten bestimmt, um so ein gleichbleibendes Resultat zu erhalten. Der Röstmeister von früher wird bei den Industrieröstereien gänzlich ersetzt, da der Vorgang bereits autonom und sich selbst überprüfend abläuft. Die Industrieröstereien sind vollkommen auf Profit getrieben. So wird der Kaffee nur noch knapp 2-3 Minuten lang geröstet. Folglich ergeben sich Qualitätseinbusse im Endprodukt. Durch die extrem heisse und vor allem auch kurze Röstung kann kein ausreichender Säureabbau stattfinden. Der Säureabbau ist für die Magenverträglichkeit und Bekömmlichkeit des Kaffees verantwortlich.